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Was weiß das Versuchskaninchen vom Versuch?

"Die gefaehrlichsten Massenvernichtungswaffen sind die Massenmedien. Denn sie zerstoeren den Geist, die Kreativitaet und den Mut der Menschen, und ersetzen diese mit Angst, Misstrauen, Schuld und Selbstzweifel." M.A.Verick © 2006 by M.A.Verick Alle Rechte vorbehalten. Der Text darf weitergegeben und publiziert werden. Das Medienmonopol für ebook-reader oder als PDF HIER kostenlos runterladen. Lesen Sie auch "Die geheime Akte"!.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Kontrolle durch Firmenbeteiligungen

Wie oben angedeutet, kann niemand wirklich sicher sein, wer die milliardenschweren US Aktiengesellschaften und Medienriesen (sowie Banken, Industrie, Rohstoffe, Pharma, Nahrung, Rüstung etc.) wirklich kontrolliert, wenn auch eine klare Tendenz nicht ignoriert werden kann. Natürlich gibt es Namen (z.B.: Murdoch, Redstone, Bronfman, Saban Goldensohn, Paley, Sarnoff, Sulzberger, Meyer-Graham etc.), aber niemand kann sicher sein, ob der registrierte, offizielle Eigentümer nun wirklich das Sagen hat oder nur intelligente Marionette ist, die entweder ihre Ansichten mit den wirklichen Hintermännern teilt oder diese treu ausführt.

Heute sind die meisten Medienbeteiligungen zudem auf multinationale Medienkonzerne und Holdings verteilt, die nur schwierig von einem Rechtsbereich zu kontrollieren sind. Außerdem müssen Eigentumsanteile an börsennotierten Firmen in den USA nicht offen gelegt werden, solange nicht über 5% Anteile auf eine Person konzentriert werden. Das bedeutet:

Zumindest theoretisch können nur 11 Personen (z.B. eine Familie) zusammen diskret 11 Aktiengesellschafften (z.B. Medienhäuser) mehrheitlich kontrollieren, wenn jede der Personen ihre Beteiligung auf maximal 4,99% Aktienanteile je AG beschränkt. Mit anderen Worten: Jede Person hält so legal 11 diskrete Beteiligungen an z.B. Medienhäusern zu je 4,99%. Die Anteile bleiben bei Bedarf in der "Familie" und/oder können von einer kleinen Interessengruppe legal anonym kontrolliert werden.

Wer dennoch große Volumen diskret kontrollieren möchte, registriert diese in den USA im Namen einer oder mehrerer neutraler Banken, US Holdings, Stiftungen oder Investmentfonds, die dann auch von einer Offshore Gesellschaft, z.B. Schweizer Holding, Niederländische Antillen AG oder Liechtenstein Stiftung kontrolliert werden können. Vorteil: Die de facto Eigentumsverhältnisse einer Schweizer/Offshore Holding können anonym über nicht registrierte Inhaberaktien kontrolliert werden und müssen selbstverständlich nicht offen gelegt werden. Wer immer die z.B. Schweizer Holding kontrolliert, kontrolliert so auch anonym das US-amerikanische Aktienvolumen. Vereinfacht: Die Schweizer Inhaberaktien können diskret außerhalb der USA bei einem Anwalt oder in einem Banksafe hinterlegt werden, um dann im Falle eines Falles über einen Anwalt oder einer Bank als Treuhänder die Eigentumsansprüche geltend zu machen. Eine Liechtensteiner Stiftung hat, wie ein deutscher Verein, keinen Eigentümer. Hier entscheidet ein Stiftungsrat. Dieser ist an die Vorgaben eines anonymen Stifters gebunden.

Zudem können Aktien auch anonym im Namen von Schweizer Banken gehalten werden. In diesem Fall ist dann z.B. die Rothschild Bank an der Züricher Zollikerstraße oder die Shearson Lehman Bank an der Stadelhoferstraße in Zürich offiziell mit 51% an der Z Holding beteiligt, die die Mehrheit an der XY Corporation hält, die wiederum an einem TV Sender mehrheitlich beteiligt ist.

Die Beteiligung der XY Corp. ist in den USA selbstverständlich ordnungsgemäß registriert. Ebenso die Beteiligung der Z Holding an der XY Corp. Allerdings wissen nur die Schweizer Bankiers, geschützt vom Schweizer Bankgeheimnis, dass die Bankbeteiligung von 51% an der Z Holding treuhänderisch im Namen eines New Yorker Finanziers gehalten wird und nicht zum Bankvermögen gehört.

Die Eigentumsrechte an dem TV Sender lassen sich so mit viel Aufwand vielleicht bis zur Z Holding zurückverfolgen. Wer aber die Z Holding wirklich kontrolliert, bleibt Schweizer Bankgeheimnis und sichert Steuervorteile.

In der Praxis sind diese Verschleierungstaktiken oft viel komplizierter über mehrere Banken, Fonds, Stiftungen, Treuhandfirmen in diversen Jurisdiktionen strukturiert.

Konsequenz:

Die Konzentration und Kontrolle der Medien auf bzw. durch eine kleine Interessengruppe ist möglich und lässt sich strategisch ohne großen Aufwand verschleiern.

Wem gehören großen Nachrichtenagenturen?

Reuters

Gegründet wurde Reuters 1851 von Samuel Levi Joseph, dem dritten Sohn eines Rabbis aus Kassel. Joseph ließ sich später taufen, nahm den Namen Paul Julius Reuters an* und heiratete die Tochter eines Bankiers. Er versuchte sich zunächst mit finanzieller Hilfe seines Schwiegervaters als Buchhändler, Verleger und Journalist, leider erfolglos, um dann plötzlich 1848 nach Paris zu reisen und dort als Übersetzer in der Nachrichtenagentur eines Charles Havar zu arbeiten. Er macht sich erneut erfolglos selbstständig und kehrt schließlich nach Deutschland, jetzt Aachen, zurück. Reuters beginnt, Börsenkurse mit Brieftauben von Brüssel nach Aachen zu fliegen. Als der Ex-Havar Angestellte Bernhard Wolff mit der finanziellen Hilfe von Werner von Siemens in Berlin eine Nachrichtenagentur eröffnet, etabliert Reuters auf Rat von Siemens seine Agentur in London. Er beginnt Aktienkurse telegraphisch nach Paris und Berlin zu übermitteln.

* THE REUTERS FACTOR Myths and Realities of Communicology: A Scenario by Michael Chanan www.mchanan.dial.pipex.com/reuters First published in Radical Science 16, Free Association Books, 1985; reprinted in Colin Chant, ed., Sources for the Study of Science, Technology and Eeveryday Life 1870-1950, Volume 2, Open University/Hodder and Stoughton, 1988

Offizielle Großaktionäre von Reuters sind nach eigenen Angaben: (www.reuters.com)

-Reuters Founders Share Company 30% mit Vetorecht* -Fidelity Investments 9% -Legal & General Investment 4% -Barclays Bank 3,75% -Merrill Lynch 3,48%

Hinter diesen Investments kann sich (wie oben gesehen) perfekt versteckt werden. Schließlich wissen wir nicht, ob die Bank oder der Fonds – obwohl die Aktien offiziell im eigenen Namen gehalten werden – inoffiziell treuhänderisch tätig ist.

* Das Vetorecht soll "feindliche" Übernahmen verhindern. M.a.W. nur bestimmte, den Erben von Paul Julius Reuter freundlich gesinnte Großaktionäre werden akzeptiert.

Die Struktur aller 28.100 Aktionäre von Reuters macht die Verschleierungsmöglichkeiten deutlich:

-Investment Gesellschaften, Trust, Stiftungen 34% -Pension Fonds (priv. Rentenversicherungfonds) 24% -ADS (bei JPMorgan in New York) 9% -Banken (nicht UK) 4% -Versicherungen 4% -Private Aktionäre 2% -Gemeinnützige Gesellschaften 1% -Regierungen 1%

Die Aktionäre kommen zu 64% aus UK/Großbritannien, 19% aus den USA, 11% aus Europa (nicht UK) und 5% sind nicht identifiziert. Die Reuters Founder Shares sowie Aktien, die Angestellten von Reuters gehören, wurden nicht berücksichtigt.

AP -Associated Press

Associated Press (www.ap.org) ist offiziell als gemeinnützige Gesellschaft registriert, die den angeschlossenen 1.500 US-Tageszeitungen gehört. Wer die Tageszeitungen mehrheitlich kontrolliert, kontrolliert damit auch AP. Da es in den USA kaum noch unabhängige Tageszeitungen gibt und es oft nur ein "Blatt"* in jeder größeren Stadt gibt, wird die Mehrheit der US-Tageszeitungen von den Großverlagen der Medienriesen kontrolliert und über diese auch AP. AP teilt 1.700 US-Zeitungen und 5.000 Radio-und Fernsehstationen in den USA mit, was in der Welt passiert ist. International lassen sich 8.500 Zeitungen, Radio-und Fernsehsender in 121 Ländern von AP darüber informieren, was deren Leser und Zuschauer erfahren sollen.

* Sollte es ausnahmsweise zwei Tageszeitungen in einer Stadt geben, gehören diese oft dem gleichen Verlag, wie

z.B. "Bild" (Arbeiterzeitung) und "Die Welt" (Angestelltenzeitung) dem Springer Verlag

New York Times News Service (NYT)

NYT schickt Nachrichten, Artikel und Fotos an 506 andere Zeitungen. Die Nachrichtenagentur gehört der New York Times, einer Zeitung, die von Insidern als das Sprachrohr der Drahtzieher gehandelt wird und daher auch risikolos und karrierefördernd von allen "anständigen" Journalisten nachgeplappert werden darf/soll.

(Prüfen Sie einmal, wie hoch der Anteil der Artikel dieser drei Agenturen im internationalen Teil Ihrer Tageszeitung ist...)



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